Es ist sicherlich kein Zufall, dass die Provence seit jeher Künstler wie Vincent van Gogh, Paul Cézanne oder Pablo Picasso magisch anzieht. Eine sinnlichere Gegend lässt sich kaum ausmalen. Der Duft nach Lavendel, Rosmarin und sonnengetränkter Erde. Das einmalige Farbenspiel der Landschaft, der Häuser und des Himmels. Wir treffen hier, in Lacoste einen Freigeist, der dieses besondere Fleckchen Erde genießt – und mit viel Liebe zum Detail gestaltet: Nicky Barthorp. Ihre schönsten Insider-Tipps finden Sie in einem informativen Provence-Guide.

 

FOTOS: OLAF LUMMER. TEXT: KERSTIN DUKEN. REDAKTION: KATJA VOGT.

Nicky’s Refugium der Inspiration: Ein altes Bauernhaus aus dem 14. Jahrhundert. Als sie mit ihrem Mann nach Lacoste kam, glich das Haus einer Ruine. Auch der fast drei Hektar große Garten schlummerte seit Jahrzehnten im Dornröschenschlaf.

Nicky Barthorp ist Malerin. Sie hält Momente aus der Natur fest und lässt sich dabei von ihrem Garten in der Provence inspirieren: gekerbten Stämme der Birken, die Verformungen und Verwachsungen des Holzes, die wundervollen Gebilde, die das Baumharz aus sich heraus schafft. Sie malt die Bäume nicht, weil sie „hübsch“ wären. Sondern weil sie ihr etwas bedeuten. Bäume seien weiblich und hätten eine immense Kraft, sagt Nicky Barthorp auf die Frage, wofür Bäume stehen. Geboren wurde die 46-jährige Engländerin in Kenia. „Dort bin ich mit einem Butler und einer Nanny aufgewachsen. Als ich später nach England kam, trug ich keine Schuhe und sprach nur Suaheli.“ Nicky Barthorp machte die Internatskindheit und -jugend eines Upper-Class-Mädchens mit, tauchte als junge Frau immer wieder in den Medien auf, einerseits wegen ihrer Nähe zu Lady Diana, andererseits aufgrund ihrer Liaison mit dem berüchtigten Starkoch Marco Pierre White. Schließlich heiratete sie den bekannten englischen Landschaftsarchitekten Alexander Dingwall-Main.

Und verwirklichte mit ihm zwei Träume. Der erste ist der Sohn Theo. Den zweiten besuchen wir: das Haus in der Provence mit seinem fast drei Hektar großen Garten. Circa 60 Kilometer nördlich von Marseille, in der Nähe des charmanten 400-Seelen-Dorfes Lacoste. Die Provence ist ein wenig außerhalb der Zeit. Archaisch und lieblich, harsch und duftend, oliv und hellblau, offen und verschlossen, Sehnsucht und Erfüllung.
Der Gatte kümmerte sich als renommierter Landschaftsarchitekt um die Beackerung und spätere Gestaltung der Fläche, die ihm später als eine Art „Open-Air-Showroom“ dienen sollten; Nicky übernahm die Restaurierung, Renovierung, nahezu Neuerschaffung des Hauses. Eine Kernerarbeit, verbunden mit Schweiß, Tränen und der ein oder anderen Schürfwunde. Das war Mitte der neunziger Jahre. Nachdem sie angekommen war, fühlte Nicky sich zur Lehrerin berufen und unterrichtete an der Grundschule des Dorfes. Jetzt ist sie ausschließlich Künstlerin. Das sieht man dem Stil ihres Hauses übrigens sehr an. Bienvenue!

Farben betonen die alten Mauern. Die bunt bemalte Bücherwand wirkt wie ein modernes Gemälde. Die Türen der gelben Kommode hat die Künstlerin mit Zeitungsausschnitten
in Decoupage-Technik verschönert. Ihre Pinsel und Stoffe bewahrt Nicky in bunten Gläsern der Serie „Boston Coloured“ auf. Immer mit dabei für eine kleine Arbeitspause:
das Teegedeck „Aureus“.

Stil-Show: ein farbenfroher Mix persönlicher Erinnerungsstücke, dazwischen – wie ein Kunstobjekt – ein Teller von Nicky's Lieblingskollektion "Samarkand" als Eyecatcher.

Kunst-betont: die antike Kommode aus Afrika bietet Platz für ein kreatives Sammelsurium an Lieblingsdingen und ist ein schönes Pendant zu dem eindrucksvollen Gemälde, Nickys künstlerische Interpretation von Baumharz.

Das Landhaus: ein Ort voll spannender Kontraste! Von außen höchst regionstypisch und von innen höchst individuell. So ist es luftig und geerdet zugleich, und damit eine Melange, die absolut dem Wesen der Hausherrin entspricht. „Ich war nie konventionell oder traditionell, auch wenn sich meine Mutter das sehr gewünscht hätte. Für mich ist alles sehr emotional. Farben machen mich froh". Regionales und afrikanisches, Familienerbstücke und Souvenirs, englischer Stil und aufgearbeiteter (Ikea-) Pragmatismus, 18. und 21. Jahrhundert, offene Räume,

leuchtende Farben, eigene Möbelveredelungen in Decoupage-Technik – gemacht wird, was Nicky gefällt. Freigeist in seiner Interior-Ausprägung. Und das nahezu Erstaunliche: Es passt. Es hat Stil und Geschmack, es könnte so leicht abrutschen ins „haarscharf daneben“, aber genau das tut es nie." Überall im Haus finden sich Vintage-Schätze wie die alte Einrichtung im Esszimmer und Erinnerungsstücke an Nickys Heimat Afrika. Kerzen, Lampen, Gläser und Platzsets in kräftigen Farben setzen spannende und optimistische Akzente.

DREI LIEBLINGSECKEN

NOSTALGISCH

Den hölzernen Nachttisch ziert ein altes Foto ihrer Mutter. Von ihr hat sie auch den schönen Schmuck geerbt. Für's Einschlafritual: eine Tasse aromatischer Kräutertee.

SAMMEL-LIEBE

Art-Déco meets Barock. Flohmarktfunde im Mix mit der floral und goldverzierten "Aureus" Tasse und dem "Alt Luxemburg" Eierbecher , die Nicky hier ganz lässig für ihren Schmuck benutzt.

BUNTES TREIBEN

Kerzen, Lampen und Gläser in kräftigen Farben setzen spannende und optimistische Akzente und sind ein schöner Kontrast zur antiken Kommode und dem geschnitzten Holzspiegel.

NICKY'S STYLE: MIX AND MATCH

AUREUS

Teekanne

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SAMARKAND

Platzteller Buffet plate Aquamarin

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BOSTON Coloured

Red Longdrink

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LITTLE LIGHTS

Kerzenhalter Curved klein

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AUREUS

Platte / Kuchenteller

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SCOTCH WHISKY

Carafes Whisky Karaffe No. 3

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FRISCHLUFT FREUDE

„Essen ist Lebensfreude“. Am liebsten genießt Nicky Barthorp unter freiem Himmel. Besser als mit kitzelnden Sonnenstrahlen kann ein Tag nicht beginnen. Serviert wird mit dem Service „Althea Nova“, dessen florale Fröhlichkeit natürlich auch perfekt zu dem Brunch passt – sehr französisch, mit Croissants, Käse und Café au Lait.

 

Für das Frühstück am Gartentisch im Freien bewahrt Nicky Barthorp das florale Service „Althea Nova“ in einem verwitterten Holzschrank auf, den sie vor vielen Jahren auf einem Flohmarkt ganz in der Nähe von Lacoste erstanden hat.

Ihren Lady Grey Tee trinkt Nicky Barthorp jeden Morgen aus ihrer Lieblingstasse der Geschirrserie „Flora“. Das Teegedeck ist ganz nach dem Geschmack der Künstlerin: feinstes Porzellan mit verschiedenen Blumendekoren und so wohlklingenden Namen wie „Coquelicot“, „Eglantine“ und „Tournesol“. Très français! Frisches Obst darf auf dem Tisch nicht fehlen und wird wunderbar in der Schale der Serie „Retro Accessoires“ präsentiert. Das malerische

Garten-Panorama ist dazu natürlich ein unbezahlbarer Schatz, der von morgens bis abends seinen natürlichen Farbenreichtum dem Betrachter hinwirft. Nicky Barthorp hat diesen Ausblick ganz für sich allein. Lässt man einmal die beiden streunenden Katzen, die Kaninchen, vier Enten, den Hund, die Frösche (ihr Quaken ist Nickys Lieblingsgeräusch), die unzähligen Zikaden und Vögel
und die fünfzehn Koikarpfen außen vor.

FLORALE TISCHIDEEN

DIY

SERVIETTENZAUBER DIY

Liebevolle Tischdekoration: Die Stoffservietten werden mit duftenden Lavendelzweigen umwickelt. Das sieht nicht nur schön aus, sondern duftet auch herrlich.

 

 

DIY

GESCHIRR-POTPOURRI

Zarte Sommerblüten ranken sich wild über das Geschirr wenn man die individuell bemalten Teile der "Althea Nova" Kollektion kombiniert. Umspielt von einer knallblauen Tischdecke wird daraus ein expressionistisches Stillleben.

DIY

SCHÖN-STAPLER

Nonchalante Tischkunst: typisch für Nickys verspielten Dekorationsstil. Einfach verschieden große Tassen stapeln und als Mini-Etagere für Gebäck und Obst benutzen.

 

 

SOMMERZAUBER AUF DEM TISCH

ALTHEA NOVA

Teekanne

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RETRO ACCESSORIES

Schale auf Fuss No. 1

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ALTHEA NOVA

Kaffee-/Teeobertasse

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ALTHEA NOVA

Zuckerdose

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NEW COTTAGE

Wasserglas

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ALTHEA NOVA

Brotteller

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Am schönsten klingt ein heißer französischer Sommertag mit einem fröhlichen Essen mit guten Freunden aus. Nicky Barthorp bewirtet die Gäste auf ihre Art: „Ich habe aufgehört, diese großen Drei-Gänge-Menüs zu kochen, jetzt wird leichtes, schnelles Essen serviert. Ich habe immer wunderbare Dips für Gemüse und Brot und französische Salami im Haus. Freunde kommen so gegen sechs vorbei und dann bleiben sie bis elf oder zwölf. Im Winter mache ich große Töpfe, die auf dem Ofen stehen, mit Suppe und Eintöpfen. Außerdem veranstalte ich viele Teepartys. Die mag ich sehr, denn man kann viele Leute einladen. Dann gibt es Gurkensandwiches aus geschnittenem Weißbrot, Butter, in dünne Scheiben geschnittenen Gurken und Salz. Ich serviere dazu Lapsang-Souchong-Tee. „Ach wissen Sie, ich führe ein

sehr temperamentvolles Leben. Deshalb macht es mir keinen Spaß, in der Küche zu sitzen, während meine Freunde eine nette Party feiern. Also gibt es immer Essen, was ich gut vorbereiten kann.“ Heute wird wieder einer dieser Abende sein. Nicky Barthorp hat Hühnchen nach provenzalischer Art und Schokoladentarte vorbereitet. Dafür tischt Nicky Barthorp dann richtig auf: sie verwendet gerne das Geschirr „Modern Grace Grey“, das mit seinen Art-Déko- Mustern auf der fröhlich gedeckten Sommertafel spannende Akzente setzt. Dazu kombiniert sie die Gläserserien „Cascara“ und „Modern Grace Stemwear“, die sie gekonnt mixt. Schöner könnte man den lauen Sommerabend unter freiem Himmel nicht genießen.

So einfach wie Nicky Barthorps Essen, so reduziert ist auch die Formensprache des Geschirrs. Moderne, quadratische Teller von „Modern Grace Grey“ bilden einen stilvollen Kontrast zur farbenfrohen Tischdekoration.

TIPP: Artischocken dienen als Kerzenhalter, frische Lavendelzweige stecken im Wasserglas. Jeder Gast erhält ein individuelles „Platz-set“. Dafür wird ein Satinband um den Teller gewickelt und mit dem Namen des Gastes versehen.

DINNER Á LA PROVENCE

MODERN GRACE

Gourmetteller

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BLACKSMITH

Tafelbesteck 24tlg.

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MODERN GRACE Grey

Frühstücksteller

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Textil Uni TREND

Serviette violett

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MODERN GRACE Stemware

Sherrykelch

KENSINGTON FROMAGE

Weichkäsemesser

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NICKY`S PROVENCE KÜCHE

Nicky liebt es Gäste zu haben. Um die gesellige Zeit bestmöglich auszukosten, bevorzugt sie es unkomplizierte Speisen zu servieren, die sie gut vorbereiten kann. „So kann ich mich um meine Freunde kümmern - und nicht den ganzen Abend nur ums Essen“. Aufgetischt werden rustikale Köstlichkeiten, viel frisches Gemüse, würzige Pasten und Dipps. Französische Salami und Nicky's Lieblingskäse, der provenzalische „Tentation de Saint Félicien“ dürfen nicht fehlen.


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